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Die Schildkröte kommt aus dem Panzer

Autorin:

HP Barbara Parlow

Sonnenstr. 29

78073 Bad Dürrheim

Tel. 07726-7770, Fax 7710

barbaraparlow [at] lycos [Punkt] de

www.barbara-parlow.de

Lösungen interessanter Problemfälle

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Für viele ist der Bereich des Nackens, 5.–7. Halswirbel, 1.–3. Brustwirbel ein sehr „hartnäckiger“ Fall. Meist ist ein derartiger Fall verbunden mit hochgezogenen Schultern, eingefallener Brust, verkürzter Halsmuskulatur und schmerzhaft geschwollenem Gewebebereich um die Wirbelkörper herum.

Mit dem Bild der Schildkröte, die vorsichtig den Kopf aus dem Panzer schiebt, langsam , ganz vorsichtig nach alles Seiten äugt, um dann aufatmend den Kopf ganz zu befreien, habe ich schon vielen Patienten geholfen, damit sie, ohne viel zu psychologisieren, das Wesentliche ihres Problems intuitiv erfassen und ebenso intuitiv zu einer Lösung kommen. Ich begleite dieses Bild mit folgendem Griff, der sich als sehr befreiend erwiesen hat:

Ich halte eine Handfläche auf dem „Witwenbuckel“, so dass kein direkter Druck auf den Dornfortsatz entsteht, und verstärke den Druck mit der anderen Hand, die ich noch darüber lege. Der Druck geht senkrecht nach unten. Dann bewegt der Patient seinen Kopf mit Nein-Bewegungen, wobei er das Kinn anzieht, den Nacken streckt und den Kopf „nach oben schraubt“. Dabei richtet sich der gesamte Körper auf, die Brust kommt raus, die Schultern senken sich und der Patient atmet tief. Wenn das erreicht ist, streiche ich mit meinen beiden Händen, die ich unverändert auf die gleiche Art halte, mit leichtem Druck nach unten, die ganze Brustwirbelsäule hinab, mit der Bemerkung: „den Buckel runter rutschen …“. Es erstaunt mich immer wieder, wie lebendig plötzlich die Augen des Behandelten strahlen. Er bewegt den Kopf, rollt die Schultern und lacht. Das verhärtete Gewebe ist auffällig weicher, und wenn dann noch eine Korrektur in dem Bereich nötig ist, geht’s jetzt deutlich schmerzloser, da jetzt die Muskeln „butterweich“ sind, wie es Dieter Dorn so gerne sagt.

Ich möchte noch von einer anderen interessanten Erfahrung bei mehreren ähnlichen Fällen berichten: Der Patient kommt mit heftigen Schmerzen in der einen Leiste, die bei manchen Bewegungen blitzartig „reinfahren“. Manchmal gibt das ganze Bein nach und fühlt sich kraftlos an, kippt in der Hüfte weg, wie sich eine Patientin ausdrückte. Nach der Korrektur von Beinlänge und Hüfte war es besser, aber merkwürdigerweise noch nicht gut, und es blieb auch nach mehreren Behandlungen so. Da kam ich auf die Idee, auf der entsprechenden Seite die ganze Hüfte vom Schambein aus (natürlich erst nach Erlaubnis des Patienten) zwischen den Beinen bei Bewegung nach oben zu heben, und siehe da, es funktionierte, und hielt dann auch. Denselben Griff habe ich schon früher einmal bei einer Frau nach einer schweren Entbindung erfolgreich ausprobiert, die durch eine verschobenen Symphyse (auf einen Röntgenbild sichtbar) heftige Menstruationsprobleme hatte, und eben auch die besagten Schmerzen in einer Leiste. Nach zweimaliger Behandlung war das Problem gelöst.

Ich finde es immer wieder wundervoll, wie durch das Training der Dorntherapie die Einfühlung in einen menschlichen Körper immer besser funktioniert und die Hände mehr und mehr wissen, was sie zu tun haben, ohne dass ein Anatomie-Lehrbuch oder sonst eine Lehrmeinung abgefragt werden muss. Danke an die Dorn’sche „Kunst“.